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01.01.2012: Blogeintrag DezemberIch kann es kaum glauben, inzwischen haben wir schon 2012 und Ende des Monats ist die Hälfte meines Austauschjahres schon vorbei. Es ist unfassbar, wie schnell hier die Zeit vergeht. Und über den Dezember gibt es auch so einiges zu berichten.Jedes Jahr veranstaltet meine Familie und deren Verwandte Anfang Dezember ein Familientreffen in Minneapolis. Dort kommen dann auch Familienmitglieder zusammen, die weit weg wohnen und sich das ganze Jahr über nicht sehen können. Wir trafen uns alle freitags in einem Hotel und blieben bis sonntags. Es kamen genau 110 Personen!! ![]() Die Schule macht mir immer noch Spaß und alles ist etwas lockerer als in Deutschland. So kam zum Beispiel unser Rektor am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien als Santa Claus verkleidet in die Schule. Jetzt im Winter habe ich als Sportfach Gymnastics gewählt. Das ist Boden- und Geräteturnen. Ich muss sagen, dass das ganz schön anstrengend ist und mir schon so manche blauen Flecke und Muskelkater beschert hat. Wir trainieren jeden Tag drei Stunden! Weihnachten und Minnesota. Natürlich denkt da jeder an Schnee. Aber nix dergleichen. Dieses Jahr spielt das Wetter hier völlig verrückt. Es ist der schneeärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Weihnachten ohne Schnee hat mein Gastvater bis jetzt nur einmal erlebt und das war vor 23 Jahren. Sonst kann sich niemand erinnern, dass Litchfield im Dezember nicht von Schneemassen bedeckt war. Ganze zwei Tage hatten wir bis jetzt Schnee und das war Ende November. Zwar ist es oft sehr kalt, so dass unser See eine dicke Eisschicht hat, aber fast jeden Tag scheint die Sonne von einem wolkenlosen Himmel herab. So auch über das Weihnachtsfest, das ich mit meiner Gastfamilie feiern durfte. In der Weihnachtszeit hängen die Amerikaner für jedes Familienmitglied einen Weihnachtsstrumpf über den Kamin, der dann morgens am Heiligen Abend mit einer Kleinigkeit gefüllt ist. Ähnlich wie bei uns am Nikolaustag. Die richtigen Geschenke bringt nicht wie in Deutschland an Heilig Abend das Christkind, sondern in der Nacht Santa Claus. Die Kinder glauben, dass Santa in der Weihnachtsnacht mit seinen fliegenden Rentieren jedes Haus besucht. Er kommt durch den Kamin und legt die Geschenke, wenn die Kinder schlafen, unter den Weihnachtsbaum. Am Heiligen Abend gab es ein festliches Essen, bevor wir dann abends alle gemeinsam die Kirche besuchten. Am Weihnachtstag fuhren meine älteren Geschwister und deren Familien auch wieder, da sie noch weitere Weihnachtsbesuche machen mussten. Einen zweiten Weihnachtstag gibt es bei den Amerikanern nicht. Es war ein so schönes Fest in einer so großen Familie. Ich werde mich wohl mein ganzes Leben gerne daran zurückerinnern. ![]() Wir haben witzige Spiele gemacht, Musik gehört, getanzt und um Mitternacht das Neue Jahr mit Böllern und Raketen begrüßt. Genau wie in Deutschland auch aber, aber eben sieben Stunden später als in der Heimat. Ich hoffe , ihr habt alle das Neue Jahr auch so gut angefangen wie ich. Meine amerikanische Familie und ich wünschen euch ein frohes Neues Jahr!! Viele liebe Grüße aus den USA. Bis zum nächsten Mal ![]() |
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