Deutscher Bundestag

Gespräch mit dem türkischen Abgeordneten Prof. Dr. Metin Lütfi Baydar (CHP) zur Lage nach dem Putschversuch in der Türkei
Gespräch mit dem türkischen Abgeordneten Prof. Dr. Metin Lütfi Baydar (CHP) zur Lage nach dem Putschversuch in der Türkei
 

07.12.2017 Schäfer begrüßt Versachlichung in Kerosin-Debatte

 Informationsvermittlung hat Ängsten entgegengewirkt

Berlin. Nach der gestrigen Diskussion des Verkehrsausschusses im Mainzer Landtag über die Ergebnisse der Expertenanhörung vom 14. November zu Kerosin-Ablässen hat die CDU-Bundestagsab-
geordnete Anita Schäfer die Versachlichung des Themas begrüßt. Mittlerweile hätten die anfänglichen Ängste auch durch ihre eigene Informationsvermittlung weitgehend beruhigt werden können.

„Für meine Aufklärung im Internet habe ich viel Interesse und Dank erfahren. Die Anhörung im Landtag hat ebenfalls manche politischen Instrumentalisierungsversuche wieder eingefangen“, so Schäfer. „Am Anfang wurde ohne jede Faktenbasis Panik unter der Bevölkerung geschürt. Es war von Kerosinregen die Rede, und die Pfalz wurde quasi als Giftmüll-Verklappungsgebiet dargestellt.“

So habe es zunächst auch erregte Diskussionen auf ihrer Facebook-Seite gegeben, doch mittlerweile seien die Menschen informierter. Es sei etwa klar geworden, dass in großer Höhe über der Pfalz abgelassenes Kerosin unter Umständen über halb Europa verweht werde. Zudem habe das Landesumweltamt erklärt, dass die zu erwartenden Mengen selbst aus Mindesthöhe zu gering seien, um mit den derzeit empfindlichsten Messmethoden im Boden nachgewiesen zu werden. Tatsächlich sei eine Erkenntnis aus der Expertenanhörung, dass der Anteil natürlich vorkommender Kohlenwasserstoffe im Humus weit höher liege.

Sie selbst habe einige Missverständnisse über die Gefährlichkeit von Flugtreibstoff einschließlich des militärischen JP-8 aufklären können. „Forderungen nach einer möglichst schnellen neuen Untersuchung nur um der Untersuchung willen sind angesichts der bereits bekannten Fakten nach wie vor verfehlt“, erklärte die Abgeordnete. „Was bleibt, ist eine europaweite Studie zu prüfen, um den Weg von Kerosin in der Atmosphäre praktisch nachzuvollziehen. Das wäre allerdings sehr komplex. Nachdem sich die EU-Kommission da für nicht zuständig erklärt hat, werde ich eine Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten anregen.“

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